Der 8‑Kilometer‑Marsch von Flensburg nach Oeversee erinnert jedes Jahr daran, dass die Einwohner der Fördestadt vor 161 Jahren zum Schlachtfeld eilten, um Verwundete zu versorgen und Gefallene zu bergen – unabhängig von ihrer Uniform. Das Stammkomitee von 1864 lud wieder mit Sydslesvigsk Forening zu diesem Gedenkmarsch ein.
Am kleinen Denkmal im Wald ruhen in einem Massengrab 43 österreichische und 14 dänische Soldaten. Das Grab wurde 1870 vom „Hülfskomitee von 1864“ angelegt. Die Inschrift erinnert an das verlustreiche Nachhutgefecht bei Oeversee am 6. Februar 1864, bei dem 95 österreichische und 40 dänische Soldaten fielen und viele weitere verletzt wurden.
In seiner Ansprache nach dem „Oeverseemarsch“ und den Kranzniederlegungen machte Ministerpräsident Daniel Günter deutlich, wie wichtig Erinnerungskultur ist. Es zeigt das Leid des Krieges, aber auch, wie Menschen unterschiedlicher Kulturen zusammenfinden und ein gemeinsames Gedenken pflegen. Das Miteinander der Nationen und kulturelles Verständnis füreinander sind heute wieder wichtiger denn je.

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