Zum Idstedt-Gedenktag am 25. Juli habe ich in meinem Grußwort an die größte und verlustreichste Feldschlacht Nordeuropas erinnert. Über 1.300 Gefallene und tausende Verletzte und Gefangene hinterließen tiefe Spuren in unserer Landesgeschichte. Bei der feierlichen Kranzniederlegung haben wir all der Opfer des unendlichen Leids gedacht, das dieser Krieg über das Land gebracht hat.
Doch die Schlacht von Idstedt steht für weit mehr als militärische Bilanzen. Sie erinnert uns an Selbständigkeit, Identität und Zusammenhalt: Der feste Wille der Menschen für ein zusammengehöriges, freies Schleswig-Holstein. Und sie erinnert uns an den Kampf für Demokratie: Die damalige Erhebung brachte uns das erste demokratische Parlament und die erste demokratische Verfassung in Deutschland mit Grundrechten wie Presse-, Glaubens- und Versammlungsfreiheit sowie Gleichheit vor dem Gesetz.
Heute wird nicht mehr auf Schlachtfeldern um die Demokratie gekämpft – auch die virtuellen, wirtschaftlichen und emotionalen Felder sind umkämpft.
Die Erinnerung an das Entstehen demokratischer Gedanken, den mutigen Einsatz für Zusammenhalt - nicht nur der Herzogtümer, sondern vor allem der Schleswig-Holsteiner - das gilt es zu bewahren. In Idstedt haben wir ein Gedenken an die Opfer der Schlacht und an die Schrecken des Krieges, ein Gedenken an die Identität und an das „Ungedeelt“ von Schleswig-Holstein sowie ein Gedenken an den Wert unserer Demokratie und den immerwährenden Kampf, für die Demokratie einzustehen. Umso wichtiger ist es, dass wir Tage und Stätten wie hier in Idstedt haben, an denen wir gedenken und uns immer wieder vergewissern.
HerzlichernDank an die Idstedt-Stiftung und alle Beteiligten, die diesen wichtigen Ort der Landesgeschichte lebendig und würdig in die Zukunft tragen.

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