
Zwischenfrüchte in der Landwirtschaft können für den Gewässer- und Meeresschutz ein effizientes Werkzeug darstellen. Darüber hat das Team von P.H. Petersen Saatzucht Lundsgaard anlässlich des Besuchs von Landwirtschaftsminister Schwarz informiert. Bei einer beeindruckenden Betriebs- und Feldbesichtigung konnten wir uns über Züchtung, Anbaumethoden und Produktion von Zwischenfrüchten informieren.
Zwischenfrüchte nehmen Nährstoffe auf, fixieren Stickstoff und bilden Biomasse. Sie können ein effizientes Tool sein, Stickstoff im Kreislauf zu halten und die Auswaschung zu reduzieren, damit Nährstoffe nicht über Drainagen in Gewässer und Meere abgeleitet werden. Dabei hat die Auswahl der Zwischenfruchtart einen entscheidenden Einfluss. Gelbsenf, Ölrettich, Rauhafer, Phacelia, Sommerwicke oder Perserklee haben unterschiedlichen Trockenmasseertrag und die mineralische Düngung durch Beimengung von Leguminosen hilft beim Pflanzenwachstum. Je nach Landschaftsraum und Bodenbeschaffenheit gilt es, die Zwischenfruchtmischungen optimal zusammenzustellen und mit den Hauptfrüchten zu kombinieren. Für den Landschaftsraum Angeln wurden vor Ort ideale Zwischenfruchtmischungen präsentiert, um Landwirtschaft zu optimieren und für einen guten Ostseeschutz zu sorgen.
Neben dem Gewässer- und Meeresschutz haben Zwischenfrüchte auch zusätzliche Vorteile für die Landwirtschaft: Die tiefen Wurzeln lockern den Boden auf und verbessern die Bodenstruktur. Nahrung und Lebensraum für Mikroorganismen und Regenwürmer wird geboten und das Bodenleben wird gefördert. Das dichte Pflanzenwachstum konkurriert mit unerwünschten Wildkräutern. Mit der Steuerung der Bodenbiologie können Fruchtfolgeschäden gezielt vermieden werden und Bodenabwehrkräfte aktiviert werden. Mit dem Nährstoffmanagement werden Nährstoffe mobilisiert, Stickstoff reguliert, Wasser und Boden geschützt und Unkraut reguliert. Humus wird aufgebaut, Boden durchwurzelt, organische Masse gebildet, Tragfähigkeit verbessert, Bodengefüge stabilisiert, Erosionsschutz verbessert und die Wasserhaltefähigkeit erhöht. Mit angepassten Fruchtfolgen und umweltfreundlichen Bearbeitungsmethoden wird Qualität und Ertrag gesichert. Außerdem binden Zwischenfrüchte CO2 und tragen so zum Klimaschutz bei.
Viel Wissen, Erfahrung und Engagement zu Zwischenfrüchten ist bei P.H. Petersen Saatzucht Lundsgaard vorhanden - lokal, national und international. Es kommt auf die Wahl der richtigen Zwischenfruchtart, den Zeitpunkt der Aussaat und die Integration in die Fruchtfolge an. Nitrifikationshemmer und nährstoffeffizienter Anbau werden mit neuen Ansätzen bearbeitet. Das ist eine echte Win-Win-Situation für Landwirtschaft und Gewässerschutz.
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